Mehr als alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben
                                                                                                                                                                                                                        Gute Nachricht

Diese Website wendet sich in erster Linie an all diejenigen, die an einer psychischen Krankheit leiden. Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen geht wie jenem Bauern, der seinen Acker tief durchpflügte und bei aller Plackerei seiner Arbeit auf einen Gegenstand stieß. Er wurde von Neugierde gepackt und er grub nach und fand einen Schatz, der ihn sehr reich machte. – Vielen Menschen ist es schon so gegangen, dass sie in der Mühsal, mit der sie die Bürde ihrer Krankheit getragen haben, oft ganz unvermittelt auf diesen Schatz gestoßen sind, auf eine Beziehung zu einem menschenfreundlichen Gott.

Sie werden sich fragen, was hat denn Gott mit meiner Krankheit zu tun? Alle Menschen, ob sie nun an einen Gott glauben oder an ein unpersönliches, blind waltendes Schicksal, kommen ohne Vorstellungen, ohne innere Bilder von prägenden Beziehungserfahrungen, nicht aus. Gerade diese Vorstellungen lassen aber nicht nur unsere wie auch immer gearteten Gottesbilder entstehen, sondern sie sind integraler Bestandteil der psychischen Störungen mit einem höheren Organisationsniveau. Ausgeprägte Störungen des Ichs - wie bei Psychosen, Borderline-Syndrom, Suchterkrankungen - wirken ihrerseits aber auch bei der Ausgestaltung von Gottesvorstellungen mit.

Anhand der Metapher einer Sonnenfinsternis, die uns eine "schwarze Sonne" vortäuscht, habe ich versucht, von der "Gottesfinsternis", also von quälenden und belastenden Bildern von einem bösen Gott oder Schicksal, zu einem menschenfreundlichen Gott vorzudringen. Um zu verstehen, wie solch eine Gottesfinsternis entsteht, wie sich solch ein schwarzer Schatten eines sehr negativen Gottesbildes bildet, bietet sich die Sichtweise der Komplextheorie an. Zur Einführung empfehle ich deshalb, zunächst meinen Beitrag Zum Verständnis »kranker« Gottesbilder und deren Überwindung zu lesen.

Letztlich geht es auf dieser Website um einen Beitrag zur Selbsterfahrung. Selbsterfahrung geht aber nicht ganz ohne Schmerzen ab. Wenn ich mich ihr aber stelle, dann entsteht ein Prozess, der mit einer Wundreinigung zu vergleichen ist. Sie muss vorgenommen werden, ehe eine innere Wunde anfangen kann zu heilen. Viele Menschen wollen ihr Leid aber lieber vor sich selbst und vor anderen verbergen. Solch ein Versteckspiel kostet immense psychische Kraft, die uns aber nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Wenn diese Website Sie nur soweit ermutigt, dass Sie sich auf den Weg machen, dann ist das auch schon ganz viel.

Falls Sie merken, dass durch die Lektüre so viel angestoßen wird, dass Sie einen Gesprächspartner brauchen, möchte ich Sie sehr dazu ermutigen. Der Gesprächspartner kann ein Therapeut sein. Wenn Sie aber merken, dass ein liebevoller, menschenfreundlicher Gott, wie er uns in der Person Jesus Christus begegnet, Ihnen für sich selbst und auch für Ihre Erkrankung eine entlastende und befreiende Sicht vermitteln könnte, dann suchen Sie sich einen lebenserfahrenen Menschen, der selber in einer lebendigen, ihm selbst wohltuenden Beziehung zu Gott lebt. Er sollte die Bereitschaft aufbringen für eine sowohl sehr offene, als auch von gegenseitigem Respekt getragene Begegnung.

Zum Schluss danke ich besonders all denen, die mir vertrauensvoll Einblick in ihr psychisches Leid gewährt haben. Ohne sie hätte ich Wesentliches nicht verstanden. Und es ist banal zu sagen, dass diese Website ohne sie nie zu Stande gekommen wäre.

Wenn Sie möchten, können Sie unter Inhalt den von Ihnen gewünschten Beitrag sowohl lesen als auch herunterladen, indem Sie auf die pdf-Datei des Sie interessierenden Beitrages klicken.